GUARDIAN

Palliativmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Christoph Ostgathe

GUARDIAN

Förderer: BMBF; FörderNr: 16SV7695; Projektlaufzeit: 01.01.2017 - 30.05.2020

GUARDIAN-Projekt: Vorbereitung einer Messung für die klinische Studie mit gesunden Probanden
Foto: I. Gheith

GUarded by Advanced Radar technology-based DIagnostics Applied in palliative and intensive care Nursing (GUARDIAN)

GUARDIAN ist ein BMBF gefördertes Verbundprojekt der Ausschreibung: Innovationen für die Intensiv- und Palliativpflege; Förderkennzeichen ist 16SV7695.

Filmclip (Dauer des Videos: 18:16 Minuten)

Vorhabenziel: 
Erforschung der berührungslosen Erfassung von Atmung und Herzschlag schwerstkranker pflegebedürftiger Menschen über kurze und mittlere Distanzen mittels Radar und Entwicklung eines kompakten, mobilen und kostengünstigen Moduls zur Verbesserung der Lebensqualität Pflegebedürftiger, Entlastung der Pflegenden, mehr diagnostischer Sicherheit mittels dauerhafter Aufzeichnung und automatisierter Auswertung und Dokumentation im Krankenhausinformationssystem.

In der Pflege schwerkranker Menschen kann die Erfassung von Atmung und Herzschlag zur Krisenerkennung notwendig sein. Die bisher hierfür notwendige Ableitung über Elektroden am Körper der Betroffenen und Kabel schränkt Palliativ- und Intensivpatientinnen und -patienten in ihrer Selbstbestimmung und Lebensqualität ein und führt zu Fehlalarmen und Komplikationen wie Verwirrtheit. GUARDIAN soll die berührungslose Kontrolle von Vitalparametern zur Sicherung der Gesundheit ermöglichen. Pflegebedürftige können dabei ihre Position im Bett beliebig ändern und sich in einem GUARDIAN-beschützten Raum frei bewegen.

Durch den Einsatz der Sechstor-Interferometrie als neues Konzept werden alle Körperbewegungen mit bisher nicht erreichter Distanzauflösung im Mikrometerbereich berührungslos aus bis zu mehreren Metern Abstand erfasst und Atmung sowie Herzschlag aus dem zeitlichen Signalverlauf extrahiert. Gleichzeitig werden durch den Systemansatz eines multimodalen Sensors Mehrdeutigkeiten und Nichtidealitäten des Sechstorprinzips kompensiert.

Ein Ziel des Projektes ist die Erforschung und prototypische Entwicklung eines auf Radar basierenden Sensors, der es ermöglicht, die Vitalparameter Herzfrequenz und Atmung einer Patientin, eines Patienten ohne Körperkontakt auf Distanzen bis zu mehreren Metern zu messen.

GUARDIAN bietet damit die Möglichkeit eines kontinuierlichen Monitorings der Vitalparameter ohne die Notwendigkeit einer berührungs- und kabelbasierten Überwachung mit entscheidenden Vorteilen für Betroffene und Behandler.

Poster:
Vitalparameter in der Radarerfassung - DGP Jahreskongress 2020
Sterbephase in der Radarerfassung – DGP Jahreskongress 2020
Dying phase as detected by radar – annual congress of EAPC 2020

GUARDIAN ist ein BMBF gefördertes Forschungsprojekt (Förderkennzeichen 16 SV 7694)

Partner im GUARDIAN-Projekt sind:

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)/ Lehrstuhl für Technische Elektronik

FAU/ Lehrstuhl für Strafrecht Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medizinstrafrecht

Wilhelm-Löhe-Hochschule Fürth/ Forschungsinstitut IDC

Firma InnoSenT GmbH, Donnersdorf

Firma Geratherm Respiratory GmbH, Bad Kissingen

Firma GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG, Teltow

Ansprechpartner: Dr. med. Tobias Steigleder
tobias.steiglederatuk-erlangen.de