Zum Hauptinhalt springenSkip to page footer

Forschung

Wir über uns

Wir über uns

Forschung mitgestalten

Forschungsbeirat

Promotionen & Abschlussarbeiten

Promotionen & Abschlussarbeiten

Forschung in der Palliativversorgung

Forschung ist eine maßgebliche Möglichkeit, das Versorgungsangebot für Patienten und Patientinnen sowie deren Angehörige stetig zu verbessern. In der besonderen Situation von Palliativpatienten und -patientinnen muss Forschung selbstverständlich sehr umsichtig, ethisch vertretbar und mit dem allergrößten Respekt durchgeführt werden.

Wie auch in der palliativmedizinischen Behandlung und Begleitung stellt Forschung in diesem Bereich den Patienten und die Patientinnen und deren Angehörigen in den Mittelpunkt und erfolgt interdisziplinär und multiprofessionell. So finden sich unter den Forschenden an der Abteilung neben Medizinern und Medizinerinnen auch Psychologen und Psychologinnen, Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen und Gesundheitswissenschaftler und Gesundheitswissenschaftlerinnen. 

Neben klinischer Versorgung und Lehre ist die Forschung in der Palliativmedizin ein Grundpfeiler der universitären Einrichtung.

Unsere Forschungsschwerpunkte

In der Palliativmedizinischen Abteilung werden Projekt und Studien innerhalb dreier Forschungsschwerpunkte bearbeitet:

Der Forschungsschwerpunkt Versorgung: Erfassung und Optimierung der Palliativversorgung (PallCare) befasst sich mit Fragen zur Funktionsweise von Versorgungsstrukturen im Alltag, zur Qualität der Versorgung, zu Verbesserungsmöglichkeiten sowie zur Umsetzung von Maßnahmen und Behandlungsoptionen. Der Schwerpunkt wird von PD Dr. Carsten Klein geleitet. Die Forschungsgruppen gewinnen Erkenntnisse über die Versorgungspraxis aus der Perspektive von Patientinnen, Patienten, Angehörigen und Teammitgliedern. Dabei kommen Methoden der Versorgungsforschung, Beobachtungs- und Interventionsstudien sowie strukturierte Verfahren, bei denen Expertinnen und Experten gemeinsam Empfehlungen erarbeiten, zum Einsatz. Einige Projekte übersetzen diese Erkenntnisse in Handlungsempfehlungen, die professionellen Versorgungsteams, Patientinnen, Patienten und Angehörigen dann zur Verfügung stehen.

Der Schwerpunkt Palliativversorgung und Multimodale Analyse von Biomarkern (PallMAB), unter der Leitung von Dr. Tobias Steigleder, untersucht, wie die Palliativversorgung durch die integrierte Analyse multimodaler, d. h. aus verschiedenen Quellen stammender, gesundheitsrelevanter Daten unterstützt und verbessert werden kann. Mithilfe moderner Technologien wie kontaktloser Radarsysteme, Wearables (am Körper tragbare Messgeräte) und digitaler Systeme zur Datenerfassung und -verwaltung im Gesundheitswesen, werden kontinuierliche physiologische Signale (Körperfunktionen wie Herzrate oder Atemfrequenz) im Versorgungsalltag erfasst. Diese werden durch biomolekulare Daten (molekulare Informationen z. B. aus Blut- oder Gewebeproben) aus der Biobank (einer Sammlung biologischer Proben und zugehöriger Daten) ergänzt. 

Dabei kommen Methoden von klassischen statistischen Verfahren bis hin zu Machine Learning und künstlicher Intelligenz zum Einsatz, um komplexe klinische Verläufe zu modellieren und relevante Muster in Symptomlast, Funktionsstatus und Krankheitsprogression zu sichtbar machen. Ziel ist es, klinische Entscheidungsprozesse zu unterstützen und eine präzisere, datenbasierte Palliativversorgung für Menschen mit schweren und das Leben verkürzenden Erkrankungen zu ermöglichen – zum Nutzen von Patientinnen, Patienten, Angehörigen und Versorgungsteams.

Der Forschungsschwerpunkt Gesellschaft und Mensch: Innovationen in der Palliativversorgung (PallSoc), geleitet von PD Dr. Dr. Maria Heckel, beantwortet Fragen zu den Auswirkungen von Technikinnovationen auf den Versorgungsalltag in der Palliativversorgung. Darüber hinaus beobachtet und interpretiert der Schwerpunkt Haltungen zu Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft und untersucht, was Bürgerinnen und Bürgern im Hinblick auf Versorgung und Leben am Lebensende wichtig ist. Dabei kommen partizipative Forschung (Forschung, bei der Betroffene aktiv mitgestalten), Beobachtungs- und Interventionsstudien, Interviews, Gruppendiskussionen sowie Methoden zur Ableitung von Anforderungen an Technikinnovationen zum Einsatz. Die gewonnenen Erkenntnisse befähigen Behandlungsteams, Entscheidungsträger und Technikentwickelende informierte, patientenzentrierte und wertegeleitete Entscheidungen bezüglich des Einsatzes technischer Innovationen zu treffen. Die Sichtweisen von Patientinnen, Patienten, Angehörigen und Bürgerinnen und Bürgern werden sichtbar und in den Forschungsprozess eingebracht. Ziel ist es, Technikinnovationen in der Palliativversorgung kritisch zu begleiten, ihre sozialen und gesellschaftlichen Folgen sichtbar zu machen und sicherzustellen, dass Entwicklung und Einsatz neuer Technologien konsequent an den Bedürfnissen und Werten der Betroffenen ausgerichtet sind. Der Schwerpunkt reflektiert kritisch, welche gesellschaftlichen und versorgungsbezogenen Werte und Annahmen in Forschungs- und Entwicklungsprozesse einfließen.

Standorte

Forschungsstelle Palliativmedizin

Werner-von-Siemens Straße 34
91052 Erlangen

 

 

 

Tumorerkrankungen

Tumorerkrankungen

Nicht-Tumorerkrankungen

Nicht-Tumorerkrankungen

Angehörige

Angehörige

Sedierung

Sedierung

Versorgungsqualität

Versorgungsqualität

Technische Innovationen und Digitalisierung

Technische Innovationen und Digitalisierung