Promotionen und Abschlussarbeiten
Promotionen und Abschlussarbeiten zu vergeben
Wir vergeben eine Doktorarbeit zum Thema:
Wirksamkeit und Nutzen eines Films als Generativitätsdokument in der Würdezentrierten Therapie
Die Dignity Therapie ist eine „spezielle individualisierte Psychotherapie, die für Patientinnen und Patienten und deren Familien entwickelt wurde, die mit lebensbedrohenden - oder verkürzenden Krankheiten leben“. Das Hauptziel ist hierbei, die psychosoziale und existentielle Not der Patientinnen und Patienten zu lindern, indem sie dazu aufgefordert werden und angeleitet werden, die Themen zu besprechen, welche ihnen am meisten bedeuten oder in Erinnerung behalten werden sollen. Die Gespräche werden transkribiert und dem Patienten oder der Patientin nach gemeinsamer Korrektur ausgehändigt. Die Endversion kann dann einem Freund oder Angehörigen hinterlassen werden. Es handelt sich also um eine Form wertschätzender Biografiearbeit, welche darauf ausgerichtet ist, die Würde des Menschen bis zu seinem Ende zu erhalten oder zu steigern.
Den Patientinnen und Patienten mit begrenzter Lebenserwartung sollte statt einer schriftlichen Aufzeichnung die Möglichkeit gegeben werden, einen Film zu drehen, an welchem sich später Freunde und Angehörige immer widert erfreuen können. Dieser kann auch neben eigenen Fotos, wertvolle Botschaften, Trost in schweren Stunden oder auch eine persönliche Nachricht für den besonderen Moment enthalten. In dem Film wird der Patient oder die Patientin als lebend wahrgenommen, wenn er über seine Werte und seine wichtigsten Ereignisse spricht. Somit kann die Person auch nach dem Versterben sehr lebendig und persönlich wahrgenommen werden. Sie erzählt das, was ihr immer besonders wichtig war und über die Erlebnisse, die sie am meisten geprägt haben. Eben das, was sie den Angehörigen mit auf den Weg geben möchte.
Ein professionelles Team (Projektleitung, therapeutische Leitung, Videograf, Fotograf, Friseur, Visagist, Redakteur, Marketing usw.) sorgt dafür, dass sich die Patientinnen und Patienten bei den Aufnahmen wohl fühlen. Die Patientinnen und Patienten werden während der ganzen Drehzeit von Psychoonkologinnen und Psychoonkologen begleitet. Die aufgenommenen Gespräche werden geschnitten und eventuell mit Musik, Fotos und Videosequenzen angereichert. Es entstehen ganz persönliche Erinnerungen, welche eine Verbindung mit den Hinterbliebenen über den Tod hinaus darstellen können.
Ziel der Doktorarbeit ist es die Akzeptanz und Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten bei diesem Filmprojekt zu untersuchen sowie die Wirkung auf die Angehörigen.
Es handelt sich um eine vorwiegend qualitative Studie. Nach entsprechendem Training wird der Doktorand/die Doktorandin die Interviews selbstständig durchführen. Die qualitative Datenauswertung erfolgt im Team.
Bereitschaft sich ausführlich in der Literatur mit der Würdezentrierten Therapie und deren Wirksamkeitsprüfung zu befassen, sich in die qualitative Forschung einzuarbeiten und ein Forschungssemester zu nehmen, wird vorausgesetzt.
Projektstart nach Absprache
Ansprechperson: Maria Heckel
Bewerbung: bitte verfassen Sie ein kurzes Anschreiben, das ihr Interesse am Thema und der Promotion darlegt, sowie ihre Vorerfahrungen in wissenschaftlichem Arbeiten, soweit vorhanden
Bewerbungen nach dem 6. Semester sind nicht möglich.
E-Mail: maria.heckel@uk-erlangen.de
Laufende Arbeiten
Laufende Arbeiten
| Name | Thema | Forschungsprojekt Palliativmedizin |
| Katharina Roth | Radiometric measurement of the effect of non-pharmacological interventions on vital signs of palliative care patients using the example of music therapy | EmpkinS - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Thanh Truc Tran | Monitoring Outcome Parameters of Palliative Care Patients from Sensors to Data Analytics | EmpkinS - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Nathalie Öhl | Soziale Implikationen digitaler Technologien in der Versorgung vulnerabler Personengruppen | EmpkinS - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Hannah Demleitner | Participative development of patient-targeted guideline material in palliative care: a qualitative evaluation | Einsatz sedierender Medikamente in der Spezialisierten Palliativversorgung - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Ronny Hänsch | Entwicklung von Grundsätzen der Zusammenarbeit für den Forschungsbeirat zur Patienten- und Öffentlichkeitsbeteiligung (PPI) in der Palliativforschung in Erlangen. | Forschungsbeirat - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Alina Weisser | Mögliche Auswirkungen von Digitalisierung auf die spezialisierte ambulante Palliativversorgung - qualitative Interviewstudien | TEAM-X - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Anna Federle | Scoping review: Monitoring of intentional sedation in palliative medicine | |
| Hannah Flettner | SPUR - Screening auf Palliativbedarf in der Uro-Onkologie | |
| Fiona Hammer | Belastungen und Bedürfnisse von Angehörigen in der Palliativversorgung |
|
| Yara Zöbl | Wissensvermittlung in Compassionate Communities – ein Scoping Review | |
| Lea Wanitschek | Patientenbeiräte in der Gesundheitsforschung: ein Scoping Review | EPIC - Enhancing palliative care in ICU - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen |
| Flamur Iseini | EmpkinS - Palliativmedizin | Uniklinikum Erlangen | |
| Anna Kick | Evaluation einer Shared Decision Making Schulung für Onko-Lotsinnen | |
| Alexander Schmidt | Stand zur Palliativversorgung aus Sicht onkologisch ärztlich tätiger Leitungen im Netzwerk der Comprehensive Cancer Center (CCC) | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Malin Geerkens | Wahrnehmung von Outreach-Maßnahmen der CCC durch regionale Versorger im Bereich der Palliativversorgung aus Sicht von Leitungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Sebastian Pols | Wissens- und Kompetenztransfer zwischen allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung und deren Integration in die klinische Praxis aus Sicht der Leitungen stationär spezialisierter Palliativversorgung im Netzwerk der CCCs | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Marie Schluttig | Schnittstellen in der ambulanten Palliativversorgung: Perspektiven und Erfahrungen des Praxispersonals zur Zusammenarbeit mit spezialisierten Versorgungsstrukturen | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Anne Martin | Nachhaltiger Transfer von Palliativkompetenz in CCC-Regionen – Eine Untersuchung zur Integration von Hausärzt:innen | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Lina Simon | Sicht pflegerisch tätiger Leitungen onkologischer Abteilungen im Netzwerk der CCCs zum Integrationsstand der Palliativversorgung | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Annalena Bartl | Sicht leitender Psychoonkolog:innen auf die Integration der Psychoonkologie zusammen mit der Palliativversorgung im Netzwerk des CCCs der Deutschen Krebshilfe | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
| Melina Miehling | Mechanismen und Faktoren der nachhaltigen Weitergabe und langfristigen Anwendung von palliativmedizinischen Wissen und Fähigkeiten nach einer Bildungsintervention für Gesundheitspersonal und Laien - ein Scoping review | Palliativmedizin im CCC-Netzwerk |
Abgeschlossene Arbeiten
2022
Dr. med. Magdalena Michels
Thema „Nutzen und Wirkung vernetzter ambulanter allgemeiner Palliativversorgung (vAAPV) – Analyse der Routinedokumentation und qualitative Auswertung der Bewertung des Versorgungskonzeptes durch Leistungserbringer und Angehörige“
Dr. med. Annabell Illig
Thema „Umgang mit multiresistenten Erregern in der Versorgung am Lebensende: Die Evaluation der Implementierung einer Handlungsempfehlung auf einer universitären Palliativstation“
Dr. med. Susanna Schweighart
Thema „Die Wahrnehmung der Palliativmedizin in der Öffentlichkeit“
Dr. rer. biol. hum. Sarah Brunner
Thema „Die Evaluation konzertierter Qualitätsstandards der Palliativmedizin in Onkologischen Spitzenzentren“.
Master of Science (M. Sc.) Oliver Kamm
Thema „Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen – Charakterisierung von klinischen und nicht-klinischen Indikatoren für den Eintritt in die Sterbephase bei onkologischen und nicht-onkologischen Patienten – Ein Scoping Review“
2023
Dr. rer. biol. hum. Sandra Kurkowski
Thema „Kommunikation, Autonomie und Entscheidungsfindung am Beispiel von Sedierung(en) in der Spezialisierten Palliativversorgung. Ein Blick über die Lebensspanne.“
Master of Science (M. Sc.) Judith Willberg
Thema „Multiprofessionelle Teambesprechungen in der Palliativversorgung. Eine qualitativ-inhaltliche und interaktional-linguistische Analyse des multidimensionalen Bedarfsassessments bei onkologischen Patientinnen und Patienten.“
2024
Dr. med. Ursula Engelhart
Thema „Vorgehensweisen und Ansichten von Ärztinnen und Ärzten zu kontinuierlicher Sedierung bis zum Lebensende in Deutschland – Teilstudie des Gesamtprojektes: Vergleich der ärztlichen Haltung zu sedierender Behandlung am Lebensende in UK, Niederlande, Belgien, Italien, Deutschland, Japan und Singapur“
Bachelor of Science (B. Sc.) Marcel Schumann
Thema „Wesentliche Aspekte bei der Praxisumsetzung des ‚Compassionate Communities‘-Konzepts“
Master of Science (M. Sc.) Ann-Kathrin Mahlein
Thema „Der Einsatz berührungsloser Sensorik in der Palliativversorgung aus der Sicht von Patienten und medizinischem Fachpersonal“
2025
Dr. rer. biol. hum. Isabell Klinger
Thema „Strukturelle Voraussetzungen, Herausforderungen und Lösungsansätze für die Palliativversorgung während der COVID-19-Pandemie aus der Perspektive von Pandemiekrisenstäben“
Dr. rer. biol. hum. Saskia Kauzner
Thema „Nutzerzentrierte Entwicklung einer komplexen Intervention zur Unterstützung des Gebrauchs sedierender Medikamente in der spezialisierten Palliativversorgung“
Dr. rer. biol. hum. Joachim Peters
Thema „Langfristige Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die öffentliche Wahrnehmung der Palliativversorgung im Internet. Eine korpusbasierte Metaanalyse“
2026
Dr. med. Julie Leuschner
Thema "Validierung Radar-basierter Herzfrequenzmessungen mit mobilem Holter-EKG bei Palliativpatienten"
Master of Science (M. Sc.) Charlotte Klinge
Thema „Psychosoziale Belastungsfaktoren im logopädischen Patient/-innenkontakt in der Palliative Care“


