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Palliativmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Christoph Ostgathe
Palliativmedizin

Praxiserfahrung und Forschungserkenntnisse der Palliativmedizinischen Abteilung auf dem 32. Deutschen Krebskongress vertreten

Auf der Auftaktveranstaltung des 32. Deutschen Krebskongresses in Berlin wurde durch Kongresspräsidentin Prof. Dr. Angelika Eggert dem Motto „Krebsmedizin heute: präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ“ mit dem Wort “palliativ” ausdrücklich eine fünfte Säule hinzugefügt. Die Beiträge aus der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangens reihten sich demnach ausgesprochen gut in Deutschlands größten Krebskongress ein.
Julia Berendt

Dabei plädierte Prof. Ostgathe, Leiter der Palliativmedizinischen Abteilung im Universitätsklinikum Erlangen, in einer Plenarsitzung dafür, dass supportive und palliative Versorgung sehr wohl Hand in Hand gehen. Jedoch sei die spezialisierte Palliativmedizin durch ihren speziellen Fokus auf Symptomgeschehen und die kurz- sowie langfristige Versorgungssituation der Patienten nicht durch die supportive Medizin zu ersetzen. Demgegenüber legte Julia Berendt, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Palliativmedizinischen Abteilung, nahe, dass die spezialisierte Palliativmedizin in Onkologischen Spitzenzentren noch kein selbstverständliches Element der Versorgung von Patienten mit einer unheilbaren Krebserkrankung sei. Dazu fehle es der Palliativmedizin in Deutschland vielerorts noch an Versorgungs- und Lehrstrukturen sowie an Beachtung in Forschungsprojekten zur Krebsbehandlung. Dies sind Erkenntnisse, die sie als Mitarbeiterin der Koordinationsstelle der Arbeitsgruppe Palliativmedizin im Netzwerk der Onkologischen Spitzenzentren in Form eines wissenschaftlichen Posters verdeutlichte. Große Resonanz erhielt auch Frau PD Dr. Stiel, Leiterin der Forschungsabteilung, mit Ihrer Vorstellung eines Instrumentes zur Erfassung der Sterbequalität. Anhand von Ergebnissen aus einem langjährig angelegten Projekt in Kooperation mit der Palliativmedizin der Universitätsmedizin Mainz,  unterstreicht sie, wie viel Wert die  palliativmedizinische Abteilung auf die Qualität der Versorgung auch gerade der Patienten legt, die dort ihre letzten Lebenstage verbringen.

Wir freuen uns, weitere Erkenntnisse aus Forschung und Praxis der palliativmedizinischen Abteilung auf den 4. Wissenschaftlichen Arbeitstagen am 11. und 12. März 2016 in Erlangen, dem 8th World Research Congress der European Association for Palliative Care am 09. - 11. Juni 2016 sowie auf dem 11. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin vom 07. bis 10. September 2016 in Leipzig präsentieren zu können.

 

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