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Palliativmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Christoph Ostgathe
Palliativmedizin, Uni-Klinikum

"Kranksein und Sterben in Würde"

Charta zur Betreuung Schwerstkranker und Sterbender von Vertretern des Uni-Klinikums Erlangen und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterzeichnet

Im Raum der Stille der Palliativmedizinischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen ging es heute (08.10.2015) ausnahmsweise wortreich zu, denn: Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ wurde von Prof. Dr. Rainer Fietkau, stellvertretender Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums Erlangen, und vom Parlamentarischen Staatsekretär Stefan Müller als Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung feierlich unterzeichnet. Anwesend waren neben dem Leiter der Palliativstation, Prof. Dr. Christoph Ostgathe, auch Franziska Kopitzsch, Leiterin der Charta-Geschäftsstelle in Berlin, und Emmi Zeulner, zuständig für die Palliativ- und Hospizversorgung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages und Co-Sprecherin des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz des Deutschen Bundestages.
Für das Uni-Klinikum Erlangen unterzeichnete die Charta dessen stellvertretender Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Rainer Fietkau (r.) im Beisein des Leiters der Palliativmedizin, Prof. Dr. Christoph Ostgathe. Foto: Uni-Klinikum Erlangen

Die Charta setzt sich seit 2010 für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung dem Sterben und dem Tod sehr nahe sind. In ihren fünf Leitsätzen formuliert das Schriftstück Aufgaben, Ziele und den Handlungsbedarf der deutschen Palliativmedizin, um die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender zu verbessern. Die Charta stellt die Rechte Betroffener in den Mittelpunkt. "Doch das Handeln von Palliativmedizinern in den letzten Wochen und Stunden der Patienten kann ebenso prägend für die Angehörigen sein. Auch das rückt die Charta ins Bewusstsein", betonte Prof. Fietkau.

Stefan Müller lobte die Vorreiterrolle Erlangens in der Palliativversorgung, die es seit der Etablierung des Lehrstuhls für Palliativmedizin an der FAU Erlangen-Nürnberg und der Eröffnung der Palliativmedizinischen Abteilung am Uni-Klinikum Erlangen im Jahr 2010 innehabe. In diesem Jahr ging der von der Deutschen Krebshilfe gestiftete Lehrstuhl in eine reguläre Professur über. Man hätte mir zu meinem morgigen Geburtstag kein schöneres Geschenk machen können als die Unterzeichnung der Charta", freute sich Prof. Ostgathe. Damit reiht sich das Uni-Klinikum Erlangen ein in die Zahl von bundesweit über 1.000 Institutionen und Organisationen, die Betroffenen ein "Kranksein und Sterben in Würde" ermöglichen möchten.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph Ostgathe
Telefon: 09131 85-34064
E-Mail: christoph.ostgatheatuk-erlangen.de

V. l.: Prof. Dr. Christoph Ostgathe, Prof. Dr. Rainer Fietkau, Franziska Kopitzsch, Stefan Müller und Emmi Zeulner mit den für das Uni-Klinikum Erlangen und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterzeichneten Urkunden. Foto: Uni-Klinikum Erlangen
 

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