Nachrichten

Palliativmedizin

Leiter:
Prof. Dr. med. Christoph Ostgathe
Palliativmedizin, Uni-Klinikum

Fünf Jahre Palliativmedizin – Erwartungen weit übertroffen

Gesundheitsministerin dankte Team der Palliativmedizin beim Festsymposium für hervorragende Arbeit

Vor fünf Jahren wurden in Erlangen mit der Einrichtung der Palliativmedizinischen Abteilung am Universitätsklinikum Erlangen und der Etablierung eines Lehrstuhls für Palliativmedizin an der FAU Erlangen-Nürnberg neue Wege beschritten. In einem Festsymposium mit rund 200 Gästen blickte der Leiter der Palliativmedizin, Prof. Dr. Christoph Ostgathe, auf bewegende Jahre zurück, in denen aus einer zarten Pflanze Palliativmedizin "dank vielfältiger Unterstützung und eines hervorragenden Teams" mittlerweile ein starker Baum geworden ist. Prof. Dr. Dr. h. c. Heiner Bielefeldt, Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der FAU Erlangen-Nürnberg, ging in seinem Festvortrag der Frage "Gibt es ein Menschenrecht auf Palliativ- und Hospizversorgung?" nach.

Doppelte Freude über das Jubiläum brachte der Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg und gleichzeitig Direktor der Anästhesiologischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Schüttler, in seinem Grußwort zum Ausdruck: "Zum einen ist es gelungen, den für die Krebs- und Universitätsmedizin wichtigen Fachbereich Palliativmedizin mit dem Übergang des von der Deutschen Krebshilfe gestifteten Lehrstuhls in eine Regelprofessur in Erlangen zu etablieren, zum anderen bin ich sehr glücklich, dass wir das Fach Palliativmedizin mit einer veritablen Abteilung in sehr schönen Räumen bei uns verankern konnten." Er dankte Prof. Ostgathe und seinem Team für ihre engagierte Arbeit: "Sie haben das, was wir uns vorgestellt haben, weit übertroffen."

Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro betonte in seinem Grußwort, dass eine onkologische Spitzenmedizin ohne Palliativmedizin heutzutage nicht mehr vorstellbar sei. Mit der Einrichtung des ersten Lehrstuhls für Palliativmedizin in Bayern, der sich mit der Krankenversorgung beschäftigt, habe das Universitätsklinikum den richtigen Weg eingeschlagen. "Die Palliativmedizinische Abteilung leistet nicht nur hervorragende Krankenversorgung, sondern schafft darüber hinaus eine Versorgungsstruktur, die über Erlangen hinausgeht."

Auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, betonte in seinem Grußwort, dass die Palliativmedizin in Erlangen in optimaler Weise Bestandteil des onkologischen Spitzenzentrums geworden sei. "Erlangen ist ein gutes Beispiel für andere universitäre Standorte, denn bundesweit gibt es nur neun Lehrstühle für Palliativmedizin." Er könne sich nicht vorstellen, dass in Zukunft ein onkologisches Spitzenzentrum ohne eine Palliativmedizin von der Deutschen Krebshilfe gefördert würde. Aktuelle gebe es neben dem CCC Erlangen-EMN noch zwölf von der Deutschen Krebshilfe geförderte onkologische Spitzenzentren.

Dank der bayerischen Gesundheitsministerin

Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml wies in ihrem Grußwort auf die große Bedeutung der Palliativmedizin hin und dankte Ärzten und Pflegepersonal für ihre wichtige Arbeit. "Menschen sind unterschiedlich und sterben unterschiedlich. Wir müssen uns am Lebensende Zeit nehmen, um ihnen individuell Hilfe anzubieten", sagte Melanie Huml. Daher sei es wichtig, die palliativmedizinische Forschung voranzubringen. "Krankenversorgung, Forschung und Lehre haben ein halbes Jahrzehnt in Erlangen hervorragend gearbeitet", so die Ministerin. Sie versprach, sich weiter für den Ausbau palliativmedizinischer Angebote und Forschungsprojekte in Bayern zu engagieren.

Am 19.04.2010 wurde der erste Patient in der Palliativmedizinischen Abteilung des Uni-Klinikums Erlangen behandelt. "Seitdem haben wir über 3.700 Menschen auf ihrem Weg begleitet und entwickeln unsere Angebote ständig weiter", sagte Prof. Ostgathe. Aktuell betreut die Palliativmedizin Patienten auf einer Zehn-Betten-Station, in einer Hochschulambulanz und über einen palliativmedizinischen Dienst in allen Bereichen des Uni-Klinikums. "Es ist geplant, die Station demnächst um zwei Betten zu erweitern, was aber leider nicht mehr ist, als ein Tropfen auf den heißen Stein", sagte Prof. Ostgathe.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Christoph Ostgathe
Telefon: 09131 85-34064
E-Mail: christoph.ostgatheatuk-erlangen.de

 

Veranstaltungskalender

MoDiMiDoFrSaSo
26 27 28 29 30 31 01
02 03 04 05 06 07 08
09 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 01 02 03 04 05 06

Veranstaltungssuche